2 – Hintergrund­wissen

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Grafik der Abfallhierarchie mit Vermeidung als oberste Priorität

Warum Mehrweg?

Um den Workshop „Zero Waste Hero – werde Mehrwegheld*in“ durchzuführen, ist es hilfreich, einen Blick auf das Thema (Einweg-)​Verpackungsmüll und Mehrweg zu werfen.

Gerade wenn wir mit SuS zu nachhaltigem Konsum, Abfall­vermeidung oder alltags­tauglichen Lösungen arbeiten, hilft ein klarer Überblick: Warum ist Einweg problematisch, welche Lösungen gibt es und wie lässt sich Mehrweg unkompliziert in den Alltag integrieren?

Genau dabei unterstützt dich dieses Kapitel. Es liefert dir Informationen zu Einweg und Verpackungs­müll in Deutschland sowie den rechtlichen und praktischen Hintergrund zu Mehrweg – kompakt, verständlich und direkt anschlussfähig für deinen Workshop. So hast du das nötige Wissen, um Verpackungs­vermeidung nicht als Verzicht, sondern als konkrete, machbare Lösung zu vermitteln.

Gleichzeitig ist uns etwas ganz Entscheidendes wichtig: Als Workshop­leitung musst du nicht alles vorher perfekt wissen. Der Workshop ist auch ein Raum, in dem du gemeinsam mit den SuS lernen kannst – zum Beispiel indem ihr zum ersten Mal „in echt“ testet, wie der Einkauf mit mitgebrachten Behältnissen funktioniert.

Übersicht

B ring ring ring

Y our our our

O wn wn wn

„Einkaufen mit mitgebrachten Behältnissen“ – diese Formulierung ist uns manchmal zu lang. Daher nutzen wir dafür auch den Begriff Bring your own (kurz BYO). Im Kontext von Verpackuns­vermeidung steht der Begriff für eine einfache, alltags­taugliche Lösung, um Einweg­verpackungen zu vermeiden und Mehrweg zu fördern: Das Bring‑your-own-Prinzip bedeutet, dass beim Einkauf eigene Behälter, Becher oder Beutel mitgebracht werden, um Lebensmittel oder Getränke einzufüllen und mitzunehmen.

Einweg vs. Mehrweg

a) Einwegverpackungen:​

Warum wollen wir diese vermeiden?

Wir starten ganz konkret mit ein paar Zahlen und Fakten rund um Verpackungen in Deutschland:

  • Verpackungsmüll:
    2021 fielen in Deutschland umgerechnet 237 kg Verpackungsmüll pro Kopf an.1
  • Einwegverpackungen:
    2023 wurden etwa 14,6 Milliarden Einweg­verpackungen für Speisen und Getränke vertrieben – Tendenz steigend.2
  • Essensboxen:
    Jede Stunde werden in Deutschland 520 000 Essensboxen, Menüschalen und Pizzakartons für den Außer‑Haus-Konsum von Speisen verbraucht. Das entspricht einem jährlichen Verbrauch von 4,5 Milliarden Essensboxen.3
  • Einwegbecher:
    In Deutschland werden stündlich rund 320 000 Einwegbecher für Heißgetränke verbraucht, hiervon sind bis zu 140 000 Becher „to go“. Pro Jahr sind das fast drei Milliarden Einwegbecher.4
Infografik von Statista mit ausgewählten Daten zum Verbrauch von Eingwegbechern in Deutschland
InfografikA
  • Lebensdauer:
    Einwegprodukte haben eine sehr kurze Lebensdauer. Ein Kaffeebecher landet nach durchschnittlich 15 Minuten im Müll oder in der Natur, was verheerende Folgen für die Umwelt und schlussendlich für uns Menschen hat.5
Infografik von Statista zu den Ergebnissen einer Umfrage, der zufolge die Plastikmüll-Verunreinigung der Umwelt mit 61 Prozent als am bedrohlichsten eingeschätzt wird
InfografikB
  • Folgen für Flora und Fauna: Die Verschmutzung der Meere durch Abfall­eintrag wurde mittlerweile selbst an der tiefsten Stelle der Ozeane nachgewiesen. Und die Verschmutzung setzt sich weiter fort. Zwischen 19 und 23 Tonnen Kunststoff­müll gelangen pro Jahr in die Meere. Das entspricht in etwa zwei LKW-Ladungen pro Minute.6, 7 Dies hat erhebliche, oft fatale Auswirkungen auf Flora und Fauna der Meere. Lebewesen verfangen sich in den Rückständen des Mülls oder verschlucken ihn.8 Zudem zersetzen sich die Kunststoffe über die Zeit zu Mikro- und Nano­partikeln, die Gewässer und Böden sowie den natürlichen CO2-Austausch durch Mikro­organismen qualitativ in Mitleidenschaft ziehen.9, 10
InfografikC
  • Umweltfolgen der Produktion:
    Abgesehen von den Folgen, die der Eintrag von insbesondere Kunststoff­verpackungen in die Umwelt hat, verzehrt die Produktion von Einweg­verpackungen material­übergreifend erhebliche Mengen an Ressourcen. Allein für die Produktion von Pappbechern in Deutschland sind etwa 17 500 Tonnen Papier nötig. Das kostet 26 000 Bäume das Leben. Zudem beansprucht die Produktion eines jeden Bechers bis zu zwei Liter Wasser. Hinzu kommen 1 000 Tonnen Polyethylen, da der Standard-Pappbecher zu fünf Prozent aus diesem Kunststoff besteht.11 Auch bei Kunststoff­verpackungen gehen die Rohstoff­gewinnung und -entsorgung mit Umweltbelastungen einher. So verursachten beispielsweise Produktion und Entsorgung von Kunststoff 2019 weltweit 1,8 Gigatonnen Treibhausgas­emissionen – das sind etwa 3,4 Prozent aller globalen Emissionen.12
Grafik zu den Umweltfolgen der Produktion von Einwegverpackungen (Quelle: WWF)
InfografikD
  • Sparpotenzial durch Mehrweg: Um den Ressourcen­verbrauch drastisch zu senken, ruhen die Hoffnungen auf dem Aspekt der Vermeidung, aber auch auf dem Einsatz und Ausbau von Mehrweg­modellen. Von beiden Optionen wird bisher zu wenig Gebrauch gemacht. Denn das Recycling allein wird die Ressourcenkrise nicht verringern. Mit einer stärkeren Ausbreitung von Mehrweg­systemen ließen sich Verpackungen mehrfach nutzen, bevor sie in das werkstoffliche Recycling gehen und die eingesetzten Materialien eine erneute Nutzung erfahren. In Deutschland ist das Potenzial mit Blick auf einen Materialstrom quantifiziert: Mit Vermeidung und Mehrweg ließen sich Kunststoff­verpackungs­abfälle bis 2040 um rund 30 Prozent reduzieren.13
Zusammengefasst können wir sagen: Einwegverpackungen benötigen viele Ressourcen und Energie in der Herstellung und verursachen Treibhausgas­emissionen bei Produktion und Entsorgung. Die Mengen an Einweg­verpackungen steigen immer weiter an. Zusätzlich werden die Verpackungen nur einmal für kurze Zeit genutzt und landen so schnell wieder im Müll oder in der Umwelt. Mehrwegoptionen helfen dabei, Ressourcen­verbrauch, Emissionen und Müllmengen zu reduzieren.

1 Statistisches Bundesamt (Destatis), Dez. 2023: Zahl der Woche Nr. 50
2 WWF, Feb. 2024: Mehrweg in der deutschen Gastronomie
3 Deutsche Umwelthilfe e. V., abgerufen am 01.06.2026: Problem Takeaway-Essensverpackungen
4 BMUKN, abgerufen am 01.06.2026: Wie viele Einweg-Becher werden jährlich verbraucht?
5 StMUV, abgerufen am 01.06.2026: Mehrweg ist der bessere Weg – auch bei „Coffee to go“!
6 WWF/Alfred-Wegener-Institut, Jan. 2022: Impacts of Plastic Pollution in the Oceans on Marine Species, Biodiversity and Ecosystems
7 WWF/Alfred-Wegener-Institut, Feb. 2022: Die „Plastifizierung“ des Ozeans
8 WWF, Nov. 2022: Towards a Treaty to End Plastic Pollution
9 Charlotte Edmond (WEF), Jan. 2022: We know plastic pollution is bad – but how exactly is it linked to climate change?
10 WWF, Juni 2020: Hintergrundpapier „Mikroplastik in der Umwelt“
11 Deutsche Umwelthilfe e. V., Feb. 2021: Umweltproblem „Coffee‑to‑go-Einwegbecher“
12 OECD, Feb. 2022: Global Plastics Outlook
13 WWF/SYSTEMIQ, Aug. 2021: Verpackungswende jetzt!
A (Infografik) Statista, Mai 2019: Einmal Plastikmüll to go, bitte
B (Infografik) Statista, Juni 2022: Plastikmüll bedrohlicher als Klimawandel?
C (Infografik) Statista, 2024: Kippen und Verpackungen statt makelloser Sandstrände
D (Infografik) WWF, Juni 2023: Faktenblatt „Mehrwegverpackungen“ (S. 4). Auch 6–13 wurden daraus zitiert.

B) Mehrwegoptionen​

als mögliche Lösung

Mehrweg ist das Gegenstück zu Einweg und kann unterschiedliche Konzepte meinen, die individuelle Vorteile haben und je nach Situation prima ineinander­greifen:

Einerseits gibt es Mehrwegsysteme (seien es wiederverwendbare Schüsseln und Becher aus Pool­systemen externer Anbieter oder betriebs­eigene „Insellösungen“). Gerade für Spontan­einkäufe und Lieferdienste können diese richtig praktisch sein: So kann man sich beispielsweise für einen entspannten Spaziergang einen Kaffee im Mehrwegbecher holen, ihn während­dessen genießen und den Becher am Ende der Runde bei einem anderen Partner­betrieb desselben Anbieters wieder abgeben.

Andererseits gibt es die mitgebrachten Behältnisse, also das Bring‑your-own-Prinzip: Kund*innen nutzen das, was sie schon haben (eigene Thermos­becher, Brotbeutel, Schraub­gläser und sonstige Schätze aus dem Haushalts­sammelsurium), und sind somit besonders ressourcen­schonend* unterwegs. Einfach mit der Frischhaltedose zum Lebensmittel­einkauf oder in die Mittagspause aufbrechen – mehr Planung braucht es nicht, zumal die Behältnisse bloß zu Hause gespült und nicht wieder zurückgebracht werden müssen.
Um dem Bring‑your-own-Prinzip eine Stimme zu geben, haben wir die Initiative Einmal ohne, bitte gestartet. Unser Schulworkshop ist dabei ein Weg, das Einkaufen mit mitgebrachten Behältnissen sichtbar und erlebbar zu machen. Denn mit jedem Einkauf ohne Einweg­verpackung leistest du einen großen Beitrag zur Müllvermeidung. Und je öfter die Lösungen genutzt werden, desto besser etablieren sie sich.

* Und was macht Einmal ohne, bitte zur ressourcenschonendsten Wahl?

Grafik der Abfallhierarchie mit Vermeidung als oberste Priorität und Einordnung von „Einmal ohne, bitte“ und Mehrwegsystemen
In Deutschland und der EU hat Abfall­vermeidung15 oberste Priorität in der sogenannten ​⇠ Abfallhierarchie.16 Dadurch dass sich in nahezu jedem Haushalt geeignete Behältnisse ansammeln, die immer wieder verwendet werden können, lassen sich Neu­anschaffungen und der damit verbundene Ressourcen­verbrauch vermeiden. Kurz: Besser geht’s nicht! Und genau das meinen wir damit, dass deine Brotdose die Welt retten kann.

15 Zum Thema Abfallvermeidung alias „Precycling“ und Ressourceneffizienz siehe auch das Projekt „PuR“
16 Abfallhierarchie gemäß § 6 Kreislaufwirtschaftsgesetz und Art. 4 Abfallrahmenrichtlinie 2008/98/EG)

Kund*innen haben ein Recht auf Mehrweg

Seit 2023 gilt die Mehrweg­angebots­pflicht (§ 33 und § 34 Verpackungs­gesetz): Wer Speisen in Einweg-Kunststoffverpackungen und Getränke in Einweg­bechern verkauft, muss sie auch in Mehrweg­behältern ausgeben. Zudem besteht eine Hinweispflicht, d. h., das Mehrwegangebot muss sichtbar sein – z. B. durch einen Aushang an der Tür oder Theke. Die weiteren Spielregeln hängen von der Größe des jeweiligen Betriebs und der Anzahl seiner Mitarbeitenden ab:

Betriebe mit
max. 80 m2 Verkaufsfläche
und bis zu 5 Mitarbeitenden …

Umriss eines kleineren Gastronomiebetriebs in Gelb

… müssen mitgebrachte Mehrwegbehältnisse von Kund*innen annehmen und befüllen.

Diese müssen sauber sein, bevor sie befüllt werden. Verschmutzte oder defekte Gefäße dürfen die Betriebe ablehnen.

Betriebe mit
über 80 m2 Verkaufsfläche
oder mehr als 5 Mitarbeitenden …

Umriss eines größeren Gastronomiebetriebs in Blau

… müssen selbst Mehrwegverpackungen als Alternative anbieten.

Dazu können sie betriebseigene Gefäße verwenden oder sich einem existierenden Poolsystem anschließen. Mehrwegverpackungen von dem System, das sie anbieten, müssen sie auch wieder zurücknehmen.

Gut zu wissen:

Natürlich dürfen auch größere Betriebe mitgebrachte Behältnisse befüllen (und umgekehrt).
Auch viele, die noch nicht über Einmal ohne, bitte oder mit sonstigen Hinweisen darauf aufmerksam machen, sind gern dazu bereit – nachfragen lohnt sich also!

Übrigens:

  • Mehrweg darf nicht mehr kosten als Einweg. Betriebe dürfen also keinen Rabatt auf Einweg geben! So entsteht den Kund*innen garantiert kein Nachteil: Denn auf vom Betrieb ausgegebene Gefäße kann zwar ein Pfand erhoben werden, dieses wird aber bei Rückgabe wieder erstattet. Und mitgebrachte Gefäße sind ohnehin nahezu kostenfrei, da Neuanschaffungen selten notwendig sind.
  • Verstöße gegen die Mehrwegangebotspflicht kannst du an die zuständige Behörde melden. Näheres dazu hier.

Der Einkauf mit eigenem Behältnis

Nun wird es konkret: Wir erklären dir, wie ein Einkauf nach dem Bring‑your-own-Prinzip funktioniert – von der Bäckerei über die Frischetheke bis hin zu Take‑away-Bestellungen.

Wo ist das möglich?

Screenshot der Deutschlandkarte mit teilnehmenden Geschäften

Das Einkaufen ohne produkteigene Verpackung ist grundsätzlich überall dort möglich, wo Lebensmittel, Speisen und Getränke extra für dich abgefüllt werden, z. B. bei der Bäckerei, an der Frischetheke oder in deinem Lieblingsrestaurant. Frag einfach mal nach!

Und wenn du nach Inspiration suchst, halte unterwegs nach unseren Stickern und Aufstellern Ausschau oder wirf direkt mal einen Blick auf unsere interaktive Karte. Dort sind alle Betriebe aus Gastronomie und Lebensmittel­einzelhandel aufgeführt, die schon an Einmal ohne, bitte teilnehmen und somit deine mitgebrachten Behältnisse gern für dich befüllen!

Und wie geht das?

Spare unnötigen Verpackungs­müll, indem du beim Lebensmittel­einkauf Mehrwegbehälter mitbringst. Sag bei der Bestellung, dass du die Speisen oder Getränke in eigene Behältnisse füllen lassen möchtest.

Das brauchst du dafür: saubere, am besten verschließbare Becher, Boxen, Beutel, Wachstücher, Einmachgläser oder andere geeignete Behälter.

Illustration in Grau mit Stoffbeutel, Schraubglas und Frischhaltedose, daneben Beispiele für Lebensmittel ohne produkteigene Verpackung
Illustration eines Einkaufsnetzes und eines Stoffbeutels in Grau

Entweder rein in den Sack …
Besonders Backwaren, aber auch Gemüse und Obst kannst du dir in einen Brotsack oder in Jutebeutel und Gemüsenetze einpacken lassen:

  • Entweder du hältst der Bedienung den Sack entgegen und sie befüllt ihn für dich, indem sie die Ware hineinfallen lässt.
  • Oder du nimmst die Ware mit der Hand entgegen und packst sie selbstständig in dein Behältnis.

… oder aufs Tablett und los!
Du bekommst Lebensmittel aus der Frischetheke oder deine Take-away-Bestellung über ein Tablett oder den Hygienebereich gereicht.

Illustration einer Frischhaltedose auf einem Tablett, von der der Deckel abgenommen wird

1. Nimm den Deckel ab und stell das offene Behältnis auf das Tablett oder in den entsprechenden Bereich.

Illustration einer Frischhaltedose, die auf einem Tablett entgegengenommen wird

2. Die Bedienung nimmt die Box mit Tablett hinter die Theke, befüllt sie und stellt sie anschließend wieder zurück.

Illustration einer Frischhaltedose auf einem Tablett, auf die der Deckel aufgesetzt wird

3. Setz den Deckel wieder drauf, damit das Personal ggf. einen Bon aufkleben kann.

Wichtig:

Die Theke ist die Hygiene­barriere. Damit keine Keime in den Lebensmittel­bereich gelangen, wird dein Behältnis meist über einen separaten Bereich oder ein Tablett hinter die Theke genommen.

Das Verkaufs­personal soll nur so viel Kontakt wie nötig mit den mitgebrachten Behältnissen haben. Wenn möglich, nimm die Ware mit der Hand entgegen und pack sie selbstständig ein.

Illustration eines Tabletts mit befülltem Behältnis darauf

FAQ für Workshopleitungen

Teste dein Wissen!

Mehrweg ist das Gegenstück zu Einweg und kann unterschiedliche Konzepte meinen, die individuelle Vorteile haben und je nach Situation prima ineinander­greifen: Einerseits gibt es Mehrweg­systeme, andererseits gibt es die mitgebrachten Behältnisse, also das Bring‑your-own-Prinzip.

Das Bring‑your‑own-Prinzip bedeutet, dass beim Einkauf eigene Behälter, Becher oder Beutel mitgebracht werden, um Lebensmittel oder Getränke einzufüllen und mitzunehmen.

In vielen Fällen darfst du eigene Behältnisse für Take‑away-Bestellungen mitbringen, und kleinere Betriebe mit höchstens 5 Beschäftigten und 80 m² Verkaufs­fläche müssen solche mitgebrachten Gefäße sogar befüllen. Für den klassischen Einkauf im Supermarkt oder an vielen Frischetheken gibt es dagegen meist keinen Anspruch darauf; dort ist es erlaubt, aber der Betrieb kann es aus Hygiene­gründen ablehnen. Unsere Philosophie lautet daher: Einfach mal saubere Behältnisse einpacken, nachfragen und ausprobieren!
  1. Nimm saubere Behältnisse mit ins Geschäft oder Lokal deiner Wahl.
  2. Bitte das Personal, das Produkt in dein mitgebrachtes Behältnis zu füllen.
  3. Zahle und erfreu dich an deinem großartigen Beitrag für die Umwelt.
  4. Nachdem du die Speise oder das Getränk aufgebraucht hast, musst du das Behältnis bloß noch zu Hause reinigen und schon ist es wieder einsatzbereit für deinen nächsten Einkauf.
Die Theke ist die Hygiene­barriere. Damit keine Keime in den Lebensmittel­bereich gelangen, wird dein Behältnis meist über einen separaten Bereich oder ein Tablett hinter die Theke genommen. Das Verkaufs­personal soll nur so viel Kontakt wie nötig mit den mitgebrachten Behältnissen haben. Wenn möglich, nimm die Ware mit der Hand entgegen und pack sie selbstständig ein.
In der Praxis kommen vor allem Hygiene­fragen auf: Betriebe müssen sicherstellen, dass mitgebrachte Behältnisse sauber und geeignet sind, und dürfen die Befüllung bei Zweifeln ablehnen. Bei Supermärkten und Frische­theken kommt hinzu, dass es meist keinen Anspruch auf die Befüllung eigener Behälter gibt, während in der Take‑away-Gastronomie die Mehrweg- und BYO-Regeln inzwischen klarer sind.

Im aufklappbaren Menü oben haben wir schon zahlreiche Quellen zu den Zahlen und Fakten aufgeführt. Um dich weiter einzulesen, können wir darüber hinaus folgende Seiten empfehlen: