Infostände und Mitmachaktionen

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Der Klassiker unter den Sensibilisierungs­maßnahmen ist auch für Einsteiger*innen ohne großen Aufwand umsetzbar. Oft kannst du dich einem bereits bestehenden Veranstaltungs­rahmen anschließen, so ganz neue Personen­gruppen erreichen und die Infos und Aktionen bei Bedarf auch kurzfristig zielgruppen­gerecht anpassen.

Um Passant*innen zum Mitmachen zu animieren, haben sich kreative Angebote und Challenges immer wieder bewährt, insbesondere wenn es dabei etwas zu gewinnen gibt. Hier einige Beispiele:

Aktionstag in der Fußgängerzone

Wer hat’s vorgemacht? Botschafter*innen in Bamberg, 2022.

Am anschaulich dekorierten Stand informierten Bamberger Initiativen über Abfall­vermeidung beim Einkauf. Wer im Rahmen der Mitmachaktion etwas mit eigenem Behältnis einkaufte und die Ware mit Kassenbon am Stand vorzeigte, erhielt ein Geschenk. Auch die Beantwortung von Quizfragen wurde mit Preisen belohnt. Zu gewinnen gab es wunderschöne handgenähte Brotbeutel, Bowls, Becher und sogenannte Göffel.

Resonanz: Vor allem junge Menschen nahmen am Quiz teil. Zudem wurden am Stand weitere Ehrenamtliche hinzugewonnen. Im Anschluss gab es bereits eine Anfrage vom AK Nachhaltigkeit der örtlichen Berufsschule.

Näheres zur Aktion bei: Transition Bamberg

Foto eines Infostands in der Bamberger Fußgängerzone
Foto einer Infotafel mit dem Titel „Wie holst du dir dein Essen?“
Foto der Bamberger BotschafterInnen-Gruppe von „Einmal ohne, bitte“ am Infostand

Challenges auf Märkten (MIT S. O: ZUSAMMENFASSEN)

Wer hat’s vorgemacht? München, 2022.

Weihnachtsmarkt (Tollwood) mit Challenge + Quiz + Preisen, sehr ähnlich zu oben

Plakat mit dem Titel „Challenge“ und vier Stationen: 1. Quizzen, 2. Aufgabe aussuchen, 3. Aufgabe rocken, 4. Gewinn einsacken

Verschenkaktion für Brotbeutel und Einkaufstaschen

Wer hat’s vorgemacht? Kommunale Botschafter*innen in Fröndenberg, 2024 und 2026.

Gemeinsam mit einem äußerst engagierten lokalen Ladencafé hat die Klimaschutz­managerin der Stadt dem Brötchentüten­verbrauch den Kampf angesagt. Mit tatkräftiger Unterstützung der örtlichen Nähschwestern wurden alte Bettbezüge und Stoffreste zu wieder­verwendbaren Brotbeuteln upgecycelt und gegen 2 € Spende für einen guten Zweck abgegeben.

Außerdem wurde eine Tauschbörse für Einkaufs­taschen eingerichtet: Wer zu viele hatte, konnte sie dalassen – wer eine brauchte, sie mitnehmen. Um die Taschen­tauschbörse und die Möglichkeit, eigene Behältnisse befüllen zu lassen, noch weiter bekannt zu machen, gab es 2026 eine erneute Presse- und Verteilaktion. Der örtliche Versorger sponserte dafür Gemüse­säckchen und Jute­beutel.

Resonanz: Der Brotbeutel-Aktionstag bot eine anschauliche Gelegenheit, um mit den Einkaufenden ins Gespräch zu kommen. Auf die Frage hin, wie lange sie eine Brötchen­tüte nutzen, kam die Einsicht schnell, dass das Teilchen oft schon vor dem Laden verspeist wird und die Tüte ausgedient hat. Auch die Taschen­tauschbörse kam so gut an, dass sie von der Inhaberin im Laden fortgeführt wird.

Näheres zur Aktion im Hellweger Anzeiger

Foto der Nähschwestern Hohenheide, die selbstgenähte Stoffbeutel hochhalten
Plakat mit dem Titel „Einmal ohne, bitte“, darunter eine Grafik mit Backwaren im Stoffbeutel
Foto eines Stapels bunter Stoffbeutel mit einem Kärtchen, auf dem „Einmal ohne, bitte“ steht

Allgemeine Tipps für Infostände, die sich vor allem (aber nicht nur) an Kinder und ihre Eltern richten, findest du unter: Über Einmal ohne, bitte sprechen.

Du hättest auch ein passendes Best‑Practice-Beispiel für uns? Dann immer her damit!