Wer hat’s vorgemacht?
Wer macht’s nach?
Wie lange verbleibt Müll in der Natur?
In diesem interaktiven Spiel schätzen die Teilnehmenden, wie lange verschiedene Abfälle in der Natur brauchen, bis sie verrotten. Mithilfe von „Verfallsfenstern“ aus Karton ordnen sie mitgebrachte oder selbst gesammelte Abfälle den geschätzten Zeiträumen zu – vom Apfelgehäuse bis zur Plastikverpackung. Das Verfallsfenster kann als aktives Spiel oder auch als eine Art Ausstellung genutzt werden.
Im anschließenden Austausch geht es um die ökologischen Folgen von Müll in der Umwelt und darum, wie jede*r im Alltag Abfall vermeiden kann. Das Spiel schafft Aha-Momente und fördert ein bewussteres Konsumverhalten – spielerisch und nachhaltig.
Material-Liste zum Nachbauen:
- 4 kleine Kartons, Kisten o. Ä.
- Kleine Blätter oder Karton mit Jahresspannen
- Bis zu 1 Jahr
- 1 bis 50 Jahre
- 50 bis 500 Jahre
- 500 Jahre bis nie/unendlich
- Wäscheklammern/Klebeband/Steckpins o. Ä.
- Müllteile (z. B. Dose, Alufolie, Angelschnur, Apfelkerngehäuse, Bananenschale, Kaugummi, Kronkorken, Glasflasche, PET-Flasche, Tetra Pak, Zigarette, Kleidung aus Baumwolle, Kleidung aus Polyester, Toilettenpapier, Papiertaschentuch, Coffee‑to‑go-Becher, Plastiktüte)
Verrottungsdauer:
- Bis zu 1 Jahr: Papiertüte, Klopapierrolle, Apfel, Taschentuch
- 1 bis 50 Jahre: Zeitungspapier (1‑3 Jahre), Kippen (2‑7 Jahre), Kaugummi (5 Jahre), Orangenschale (3 Jahre)
- 50 bis 500 Jahre: Plastiktüte, z. B. Müllsack (100‑200 Jahre), Getränkedosen (200‑500 Jahre), Tetra Pak (50‑100 Jahre)
- 500 Jahre bis unendlich: Alufolie, Alupapier (700 Jahre), Plastikflasche (450 Jahre bis nie, weil Mikroplastik entsteht), Glasflasche (bis zu 4.000 Jahre, nicht messbar), Styropor (bis zu 6.000 Jahre, nicht messbar)