Einfach verpackungsfrei verkaufen

Du bietest in deinem Gastronomiebetrieb oder Lebensmittelgeschäft Speisen und Getränke ohne produkteigene Verpackung an oder möchtest damit anfangen? Wir unterstützen dich dabei, u. a. mit ansprechendem Hinweismaterial, und machen über den Sticker, Kampagnen und unsere Onlinekarte auf dich aufmerksam.

Hier erfährst du im Überblick, warum auch du auf Mehrweg setzen solltest und wie du Lebensmittel ohne Einwegverpackungen verkaufen kannst – natürlich regelkonform, hygienisch unbedenklich und zudem kostenlos.

Für Eilige, die an einer Teilnahme interessiert sind, geht’s hier …

Warum du mitmachen solltest

In Gastronomie und Lebensmitteleinzelhandel fällt tonnenweise Einwegverpackungsmüll an, der vermeidbar ist.

Durch Müllvermeidung leistest du aktiv einen spürbaren Beitrag für nachhaltigen Konsum und Umweltschutz.

Zum Nachlesen: 2021 fielen in Deutschland umgerechnet 237 kg Verpackungsmüll pro Kopf an (Destatis, 2023) und in der Gastronomie wurden 2023 etwa 14,6 Milliarden Einwegverpackungen für Speisen und Getränke vertrieben – Tendenz steigend (WWF, 2024).

Gemäß Mehrwegangebotspflicht bist du gesetzlich dazu verpflichtet, Mehrweglösungen anzubieten und darauf aufmerksam zu machen.

Je nach Betriebsgröße bist du bei Kontrollen auf der sicheren Seite, indem du aktiv auf die Befüllung mitgebrachter Gefäße hinweist. Und auch für größere Betriebe, die selbst Mehrwegbehältnisse bereitstellen müssen, sind kund*inneneigene Gefäße eine prima Ergänzung!

Zum Nachlesen: Die „Spielregeln“ der Mehrwegangebotspflicht (gemäß § 33 und § 34 Verpackungsgesetz) haben wir hier übersichtlich für dich aufbereitet.

Viele Kund*innen möchten mit gutem Gewissen einkaufen und würden gern Mehrweg nutzen. Sie wissen aber nicht, wo eigene Behältnisse akzeptiert werden, und scheuen sich, das Gespräch aufzunehmen.

Es ist die denkbar einfachste Lösung, um dem Wunsch der Verbraucher*innen nach Mehrweg nachzukommen, Kund*innen an sich zu binden und sich als umweltfreundliches Unternehmen von der Konkurrenz abzuheben.

Zum Nachschauen: Damit Kund*innen und Gäst*innen wissen, wo ihre Becher, Boxen und Beutel gern gesehen sind, machen wir über unsere interaktive Karte auf Betriebe (wie deinen?) aufmerksam.

Einwegverpackungen kosten deinen Betrieb Geld. Auch bei Poolsystemen fallen Kosten und (Lager- und Spül-)​Aufwand an.

Mitgebrachte Gefäße werden von den Kund*innen selbst angeschafft und gereinigt. Das Ergebnis: langfristige Kostensenkung ohne Mehraufwand.

Zum Nachlesen: Welches Einsparpotenzial in deinem Fall konkret besteht, kannst du mit dem Mehrweg-Vergleichsrechner von mehrweg.einfach.machen berechnen.

Was du als Verkäufer*in tun kannst

Frag Kund*innen aktiv nach eigenen Behältnissen und erläutere, dass diese gerne und unkompliziert angenommen werden.

In jedem Verkaufsgespräch hast du die Möglichkeit, etwas zu verändern! Frag bei der Bestellung: „Hast du einen Mehrwegbecher dabei?“ oder schlag vor: „Bring nächstes Mal gern eine eigene Box mit.“

Zum Nachlesen: Nichts geht über das aktive Gespräch mit deinen Kund*innen oder Gäst*innen! So lernen sie dich als Mehrwegheld*in kennen und kommen immer wieder gern zu dir zurück.

Platziere Hinweismaterialien an deutlich sichtbaren Stellen.

Über die Sticker, Aushänge, Thekenaufsteller und Flyer von Einmal ohne, bitte wissen Kund*innen auf einen Blick über die verfügbaren Mehrwegoptionen Bescheid.

Zum Nachschauen: Welch umfangreiches Hinweismaterial wir teilnehmenden Betrieben bereitstellen, kannst du dir hier aus der Nähe ansehen.

Achte beim Umgang mit mitgebrachten Behältnissen auf Hygiene.

Wie das abläuft, haben wir hier unten in einer beispielhaften Interaktion bildlich dargestellt.

Zum Nachlesen: Weitere Informationen findest du in den Hygienemerkblättern für Mehrweg-Behältnisse und „Coffee to go“-Becher des Lebensmittelverbands.

Wie du mitgebrachte Behältnisse hygienisch befüllst

Anleitung zum Befüllen mitgebrachter Behältnisse in jeweils drei Schritten für „Kund*in“ und „Verkäufer*in“ (von Seite 2 des Merkblatts von „Einmal ohne, bitte“)

Tipp: Die oben stehenden Infos findest du auch auf unserem Merkblatt, das sich prima als Aushang eignet – als Erinnerung hinter der Theke und zur Kommunikation mit Kund*innen vor der Theke.

Und für die visuellen Menschen unter euch gibt’s den Ablauf hier noch mal im Bewegtbild:

Übersicht über unser Hinweismaterial für teilnehmende Betriebe:

Jetzt mitmachen: in 3 Schritten zum Partnerbetrieb

Oder bist du dir noch nicht sicher und brauchst mehr Infos oder Hilfe bei der Umstellung?

Dann schreib uns einfach. Wir freuen uns auf deine Nachricht und unterstützen dich gern!

Sei Mehrwegheld*in: Mach’s wie …

… oder die zahlreichen anderen Gastronomiebetriebe und Lebensmittelgeschäfte im deutschlandweiten Netzwerk von Einmal ohne, bitte.

Wer schon alles teilnimmt, siehst du auf unserer interaktiven Karte.