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Kommunikations- und Handlungsleitfaden für die Akquise
Wer ist die passende Ansprechperson für die Akquise?
Gerade bei kleineren Läden kannst du meistens das Verkaufspersonal direkt ansprechen, wenn der Moment gerade günstig ist, weil du z. B. selbst eine Bestellung aufgibst oder es im Laden nicht zu hektisch zugeht (außerhalb der Stoßzeiten). Dort ist oft auch die Geschäftsführung selbst an der Kasse / im Service involviert oder vor Ort anzutreffen.
Bei größeren Betrieben und v. a. bei Ketten kann es sein, dass das Verkaufspersonal keine eigenen Entscheidungen treffen darf. Je nach Struktur kann dann die Geschäftsführung, die Zentrale, der*die Nachhaltigkeitsbeauftragte oder auch die Marketingabteilung die richtige Anlaufstelle für dich sein.
Lass dich nicht davon abschrecken, wenn die angesprochene Person sich nicht zuständig fühlt oder bei vollem Betrieb keine Zeit für dein Anliegen hat. Taste dich einfach heran, indem du dich nach der zuständigen Person und ihrer Verfügbarkeit erkundigst. So kannst du entweder einen Termin für ein Gespräch vor Ort ausmachen oder die Kontaktdaten erfragen und per E‑Mail/Telefon nachfassen.
Wie spreche ich die Betriebe an?
Die Ansprache neuer Partner*innen ist sowohl vor Ort als auch per E‑Mail oder Telefon möglich. Wir empfehlen aber, den Kontakt direkt vor Ort herzustellen, da ein persönliches Gespräch oft am wirksamsten ist.
1. Ansprache vor Ort im Betrieb bzw. Geschäft
Was nehme ich dafür mit?
- Ein ausgedrucktes Infoblatt für interessierte Geschäfte
- Infoflyer
- Einen Vorderglas-Sticker zur Ansicht
- Bei Bedarf einen Stift und eine Schreibunterlage
- Eine ausgedruckte Kurzversion dieses Akquiseleitfadens als Hilfestellung für dich
Tipps Tipps für das Gespräch
Verschaff dir als Erstes einen Überblick über das verpackungsfreie Angebot bzw. frag nach. Stell dich vor und erzähl dann kurz von unserer gemeinnützigen Initiative. Du kannst dich gern an diesem Text orientieren:
Einmal ohne, bitte kurz und knapp erklärt:
„Das Projekt Einmal ohne, bitte hat sich die Vermeidung von Verpackungsmüll bei Einkauf und Take‑away zum Ziel gesetzt. Wir wollen die Befüllung eigener Behältnisse verbreiten und Klarheit darüber schaffen, welche Möglichkeiten für einen verpackungsfreien Einkauf von Speisen und Getränken es gibt und wie der Einkauf mit mitgebrachten Behältnissen gelingt.“
Erzähl vom Sticker, der Onlinekarte und dem Infomaterial, die dem Betrieb Aufmerksamkeit verschaffen und dabei helfen, die gesetzliche Mehrwegangebots- und Hinweispflicht einzuhalten. Betone zudem, dass die Teilnahme und das Material kostenfrei sind und es auf unserer Website weiteres Material zum Herunterladen gibt.
Falls das Geschäft Interesse zeigt, muss unser Anmeldeformular ausgefüllt werden. Entweder könnt ihr das vor Ort, z. B. an einem Tablet, bereits erledigen oder du verweist auf unsere Website und den Link zum Anmeldeformular.
Ganz wichtig: Das gesamte Material inklusive Sticker erhält das Geschäft nach der Online-Anmeldung im Basispaket per Post. Du musst also keine deiner Anschauungsmaterialien vor Ort lassen.
- „Hallo, mein Name ist …”
- „Kann ich bei euch verpackungsfrei / mit meiner eigenen Box / mit Stoffbeutel / mit mitgebrachtem Becher einkaufen?“
- „Ich habe gesehen, dass ihr ein großes Angebot an verpackungsfreien Lebensmitteln habt …“
- „Darf ich euch kurz eine Initiative vorstellen, die sich für den Einkauf in Mehrweg einsetzt? …“
Schau dir den Laden an: Was passt zu ihm und zu dir? Siezt du lieber oder ist ein lockeres Du drin? Nach ein paar Ansprachen hast du meistens einen für dich passenden Einstieg gefunden.
2. Ansprache per E-Mail
Was benötige ich dafür?
- E‑Mail-Adresse des Betriebs
- E‑Mail-Vorlage (entsprechend anpassen)
3. Ansprache per Telefon
Was benötige ich dafür?
- Telefonnummer des Betriebs
- E‑Mail-Vorlage als Orientierung für das Gespräch
- Stift und Notizzettel
Tipps Tipps für das Gespräch am Telefon
Beim Telefonat kannst du die E‑Mail-Vorlage als Orientierung für das Gespräch nutzen. Leg zusätzlich alles bereit, um dir Informationen zu notieren (z. B. die E‑Mail-Adresse des Betriebs). Die telefonischen Ansprachen musst du mit deinem eigenen Telefon oder Handy durchführen und ggf. die Nummer unterdrücken. Im Anschluss an das Telefonat kannst du dem Betrieb bei Interesse eine E‑Mail senden, in der alle Informationen zur Anmeldung zu finden sind. Dafür kannst du die E‑Mail-Vorlage nutzen und diese ggf. etwas anpassen – je nachdem, was im Gespräch schon geklärt wurde.
Allgemeine Tipps Tipps für die Akquise
Zum Abschluss haben wir für dich noch ein paar Tipps und Tricks aus eigener Erfahrung, der Befragung von Botschafter*innen sowie der Umweltpsychologie.
Mach dir bewusst:
-
Du willst nichts verkaufen. Alles ist kostenfrei – auch der Sticker sowie der Eintrag auf der Website.
→ Kostenlose Werbung - Wir unterstützen keinen Mehrweganbieter, sondern den Einkauf im mitgebrachten Behältnis, d. h. mit eigenen Beuteln, Boxen oder Bechern usw.
- Geschäfte verringern ihre Kosten für eigens angebotenes Mehrweg, wenn sie mitgebrachte Behältnisse annehmen (und darüber informieren).
-
Der Sticker senkt die Hemmschwelle bei der Kundschaft, nachzufragen, ob der verpackungsfreie Einkauf möglich ist, bzw. bringt sie möglicherweise auch erstmals auf die Idee, dies zu tun.
→ Sticker = Wiedererkennungswert
Wir sind alle soziale Wesen und vergleichen uns automatisch mit anderen. Ein guter Trick, einen Laden von unserer Sache zu überzeugen, kann sein, zu erzählen, dass andere schon dabei sind: „Einmal ohne, bitte ist bundesweit bereits in vielen Städten und Gemeinden aktiv.“ Dies hilft nachweislich mehr, als an ein umweltbewusstes oder ökonomisches Mindset zu appellieren. Oft bekommst du im Gespräch schnell heraus, welche Herangehensweise in diesem Fall funktioniert. Probier es einfach aus.